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Das SUNLIQUID-Projekt

Rohstoffversorgung und Logistiksystem

Die sunliquid®-Anlage wird jährlich etwa 250.000 Tonnen Getreidestroh in 50.000 Tonnen Zellulose-Ethanol umwandeln. Diese Biomasse muss zur richtigen Zeit und zu einem angemessenen Preis in der erforderlichen Menge und Qualität bereitgestellt werden. Daher war einer der Schwerpunkte des Projekts der Aufbau einer zuverlässigen Rohstoffversorgung.

Verfügbarkeit von Rohstoffen

Die Projektpartner bewerteten verschiedene geeignete ländliche Gebiete, die genügend  Ackerland zur Verfügung stellten, um auch in Zeiten niedrigerer Ernten eine ausreichende Versorgung an nachhaltigen Rohstoffen sicherzustellen. Der südwestliche Teil Rumäniens wurde als reich an landwirtschaftlichen Reststoffen eingestuft, von denen der Großteil auf den Feldern gelassen und verbrannt wird. Die Landwirte in dieser Region begrüßen das Projekt, weil es ihnen eine alternative Nutzung des Strohs ermöglicht, und zugleich zusätzliches Einkommen generiert.

Rohstofflagerung

Stroh wird in der Regel innerhalb weniger Wochen im Jahr geerntet. Deshalb muss der Großteil des für das Verfahren benötigten Strohs gelagert und dann just-in-time zur Produktion in die Anlage gebracht werden. Die Ballen können entweder direkt in den landwirtschaftlichen Betrieben oder in Zwischenlagern aufbewahrt werden.

Transport

Um lange Transportwege zu vermeiden und Kosten und CO2-Emissionen zu sparen, wird das erforderliche Stroh in einem Umkreis von 70 km zur Anlage geerntet.

Zum Aufbau des Transport- und Logistiksystems nehmen die SUNLIQUID-Partner folgende Aufgaben in Angriff:

  • Ermittlung der praktischsten Form für die Strohballen für einen überschaubaren Transport, Handhabung und Lagerung
  • Beurteilung verfügbarer Lagermethoden
  • Identifikation geeigneter Prozesse für Strohballenpressen und Lagermanagement
  • Abwägung und Beurteilung verschiedener Transportmethoden wie Straßen-, Schienen- und Wassertransport